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Schweißnähte mittels Laser - feiner als das dünnste Haar

Absolvent des Fachbereichs Physikalische Technik der FH Münster erhält Doktortitel



Prof. Klaus-Jürgen Matthes, Doktorand Rüdiger Brockmann und Prof. Dr.-Ing. Klaus Dickmann (v.l.n.r.) freuen sich über die herausragende Doktorarbeit.
Münster/Steinfurt (12. März 2003). Mit der Gesamtnote "magna cum laude” (sehr gut) bestand Dipl.-Ing. Rüdiger Brockmann seine Doktorprüfung. Er erhält als zweiter Absolvent des Fachbereiches Physikalische Technik der Fachhochschule Münster in Steinfurt den Doktortitel. Seine Dissertation fertigte er in Kooperation mit der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz an. "Wir sind sehr stolz, dass wir erstmalig mit einem Laser Schweißnähte erzielen konnten, die feiner als ein menschliches Haar sind”, betonte Prof. Dr.-Ing Klaus Dickmann, Leiter des Laserzentrums der FH.

In seiner Forschungsarbeit konzentrierte sich Brockmann neben dem Laser-Mikroperforieren vor allem auf das Laser-Mikroschweißen von kleinsten Bauteilen für die Filtertechnik. Diese haben zum Beispiel in der Biotechnologie eine große Bedeutung. Während seiner Forschungsarbeit entwickelte der junge Doktorand schon eine spezielle Präzisions-Laseranlage in Zusammenarbeit mit der Industrie. Nach Ende seines Studiums am Fachbereich Physikalische Technik mit Schwerpunkt "Laseranwendungstechnik” hatte Brockmann im Laserzentrum (LFM) eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter aufgenommen.

Dort entdeckte er sehr schnell sein Interesse an der Laser-Mikrobearbei.tung — ein zukunftsorientiertes Forschungsgebiet mit vielfältigen industriellen Anwendungen. Während dieser Tätigkeit studierte er "nebenbei” an der Technischen Universität Chemnitz Maschinenbau und legte in Kooperation mit dem Laserzentrum eine weitere Diplomarbeit auf dem Gebiet der Laserschweißtechnik ab.

Der Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten während dieser Zeit brachte den Entschluss, auch als Doktorand weiter im Laserzentrum zu forschen. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Dickmann stellte Brockmann verschiedene Forschungsanträge und baute umfangreiche Kontakte zu Industrie und Wissenschaft auf. So auch zu Prof. Dr.-Ing. Klaus-Jürgen Matthes von der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz sowie Prof. Pavel Geshev vom Institut für Thermophysik in Novosibirsk.

Zu den engen Kooperationspartnern gehörte auch das Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen. In den letzten Monaten seiner "kooperativen Promotion” zwischen Laserzentrum und der TU Chemnitz erhielt Brockmann bereits das Stellenangebot eines großen deutschen Automobilkonzerns, welches er mittlerweile angenommen hat.

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