Zu alt für Palliativmedizin?

Impulsvortrag und Symposium am Fachbereich Gesundheit der FH Münster


Alter Mann beim Spazierengehen
Über die Frage, wie sich die Lebensqualität hochbetagter Menschen durch Palliativmedizin verbessern lässt, diskutieren Experten auf einem Symposium am Fachbereich Gesundheit der FH Münster. Es ist Teil des Auftaktprogramms des diesjährigen DGP-Mitgliedertags. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Münster (7. September 2017). Menschen beistehen, die aufgrund einer unheilbaren Krankheit dem Tod ins Auge blicken müssen, ihnen unnötiges Leid ersparen und ihre Lebensqualität erhöhen. Das ist das Ziel der modernen Palliativmedizin. Deren Begründerin, die englische Ärztin Cicely Saunders, formulierte es so: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Das gilt insbesondere auch für hochbetagte oder demente Menschen. „Diese sind jedoch häufig nicht mehr in der Lage, ihre Bedürfnisse wirklich zu äußern und werden bei der palliativen Versorgung schlichtweg oft übersehen“, sagt Meike Schwermann vom Fachbereich Gesundheit der FH Münster.

Um die Öffentlichkeit und vor allem Pflegefachkräfte für dieses Problem zu sensibilisieren, organisierte die Pflegeexpertin gemeinsam mit dem Lokalen Organisationskomitee der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und dem Hospiz-und Palliativnetzwerk Münster das öffentliche Symposium „Zu alt für Palliativmedizin?“. Den Impulsvortrag hält Dr. Christoph Gerhard, Leiter des Kompetenzzentrums Palliativmedizin der Universität Duisburg-Essen und der Palliativmedizin-Abteilung des Klinikums Oberhausen. Im Mittelpunkt des Treffens stehen notwendige Strukturen in den Pflegeeinrichtungen sowie Grenzen und Möglichkeiten, die anhand von Fallbeispielen aufgezeigt werden. Zudem stellen sich die in Münster existierenden Netzwerke vor. Alle Teilnehmer sind eingeladen, sich untereinander und mit den Experten über die Palliativ- und Hospizversorgung hochaltriger Menschen auszutauschen.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag (14. September) um 15 Uhr am Leonardo-Campus 10. Der Eintritt ist kostenlos.


Seite drucken