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Brainstorming mitten im Laborgeschehen

Ideen-Workshop zu Oberflächentechnologie und Energie an der FH Münster


Münster/Steinfurt (17. Juni 2019). Oberflächen und Energie, das ist eine Kombination, die es in sich hat. „In der letzten Phase unseres INTERREG-geförderten Projektes MOVERO habe ich erkannt, dass es da viele Potenziale gibt und dass man bereits bestehende Technologien nutzen kann, um kleine und mittelständische Unternehmen und die Wirtschaftsregion zu unterstützen“, sagt Jürgen Gröninger, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Laserzentrum der FH Münster. Deshalb hat er zusammen mit seinem Kollegen Marco Smarra und Stefanie Koch von der TAFH Münster GmbH einen Ideen-Workshop organisiert, zu dem insgesamt 30 Unternehmensvertreter und Forscher aus Deutschland und den Niederlanden kamen. Zusammen haben sie erste Ansätze und Ideen erarbeitet, wie sich Oberflächentechnologien im Kontext von Energie clever nutzen lassen.

Zum Beispiel für Energiespeicher – wie Bipolarplatten und Brennstoffzellen, in die kleinste Gitter und Folien eingebaut sind. Sie sind so strukturiert und dotiert, dass sie leitende Effekte erzielen. Oder eine Idee für Solarzellen: Ein Solarmodul auf dem Dach generiert mehr Strom, wenn die Lichtausbeute dank speziell bearbeiteter Folien höher ausfällt. Oder im Bereich Energieeinsparung bei Gebäuden: Man könnte Fensterflächen mit speziellen Folien bekleben und so die Wärme im Raum beeinflussen.

Diese Ideen passen zum INTERREG-geförderten Projekt MOVERO: Das entwickelt moderne Verfahren der Oberflächenstrukturierung und bietet demnach Anknüpfungspunkte. „Wir wollen die Ideen in Forschungsaktivitäten bündeln und daraus Ansätze entwickeln, die für die beteiligten Unternehmen und auch unsere Umwelt von großem Interesse werden können, vor allem in den Bereichen Mobilität, Gebäudenutzung, Produktionsprozesse und Energiespeichersysteme“, sagt Gröninger. „Jetzt ist es das Ziel, ein spannendes Konsortium zu bilden.“

Und das ist noch offen – Unternehmen sind willkommen, die sich für den Bereich Energie und Oberflächentechnologie interessieren. Beim Ideenworkshop waren bereits die FH Münster, BASF, DLR, Saueressig, UT Twente, Schepers, Semcoglas, Kamp Coating und Morphotonics mit dabei. Interessierte können sich gerne bei Jürgen Gröninger melden, Tel. 02551-962323.

Zum Thema: Das Projekt MOVERO wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit 3,35 Millionen Euro durch die Europäische Union, das niederländische Wirtschaftsministerium, das MWEIMH NRW sowie der Provinzen Gelderland, Limburg, Noord-Brabant und Overijssel mitfinanziert.


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